FREI & FROMM

Forum für Gemeinschaft und Theologie


Für eine Legislatur der Begegnung in der Kraft des Heiligen Geistes. Eingabe und Offener Brief des Initiativkreises des Forums für Gemeinschaft und Theologie an die 28. Landessynode

Forumstag 2021

SAMSTAG, 2. OKTOBER 2021 10:00 Uhr

Forumstag „Dein Reich komme…“ Aber bitte nicht sofort. – Die sonderbare Sehnsucht nach Normalität.

 

In der Matthäuskirche (Dresden)

Apokalypse - das ist (entgegen dem Schein) die Katastrophe, durch die die Welt und die Menschheit gerettet wird - als Ende der »Normalität«. Den Begriff »Apokalypse« zu enthüllen und die radikal hoffnungsstiftenden Momente herauszuarbeiten - damit werden wir uns im Forum für Gemeinschaft und Theologie in diesem Jahr intensiv beschäftigen.

 

Wir laden herzlich zum nächsten virtuellen Gemeindeabend ein: Apokalyptik in der Musik

am Montag, 14. Juni, 19.30 Uhr. Prof. Dr. Dr. h.c. Christfried Brödel ist der Referent.

Hier ist der Zoomlink

Meeting-ID: 682 6317 0542

Kenncode: 824414

Telefoneinwahl: +49 30 5679 5800

 

Hier findet ihr die Aufzeichnung des Vortrags zum Thema Apokalyptik von Prof. Frenschkowski, gehalten am 10. März 2021.

Hier kann ein Vortrag von Peter Meis nachgelesen und hier noch einmal angeschaut werden. Sein Titel lautete: (Wie) lässt sich die Apokalypse des Johannes als Hoffnungsbotschaft lesen?! Damals und heute?

(Bild: Trierer Apokalypse, Anonym (1. Hälfte des 9. Jahrhunderts)  Wikimedia Commons)



Huch, ich habe meine apokalyptische Hoffnung verloren …

»Mit Impfungen zurück zur Normalität« - so stand es kürzlich auf zeit-online zu lesen. Ich bin heftig über diesen Beitrag gestolpert. Um welche Normalität ging es denn da? Und wollen wir wirklich zu dieser Normalität zurück? Zu einer Normalität, in der die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinandergeht und in der Kinder immer noch ein Armutsrisiko sind. Eine Normalität, in der die Zerstörung der Lebensgrundlagen nach wie vor subventioniert wird und wir menschliches Leiden an den Grenzen Europas (und an vielen anderen Orten der Welt) schulterzuckend hinnehmen und es Politiker:innen durchgehen lassen, wenn diese sagen: Wir können nicht allen helfen.

 

Apokalypse - das ist ein verhüllter theologischer Begriff. Wahrscheinlich verbinden die meisten Zeitgenoss:innen damit die Katastrophe, aus der die Welt und die Menschheit gerettet werden müssen. Aber eigentlich ist sie die Katastrophe, durch die die Welt und die Menschheit gerettet wird - als Ende der »Normalität«. Oder wie Walter Benjamin es formuliert: "Der Begriff des Fortschritts ist in der Idee der Katastrophe zu fundieren. Und: "Daß es »so weiter« geht, ist die Katastrophe. Sie ist nicht das jeweils Bevorstehende, sondern das jeweils Gegebene.“ Die Apokalypse ist das Ende des Fortschritts.

 

Den Begriff »Apokalypse« zu enthüllen und die radikal hoffnungsstiftenden Momente herauszuarbeiten - das ist das Anliegen dieses Textes. Und damit werden wir uns im Forum für Gemeinschaft und Theologie in diesem Jahr intensiver beschäftigen.

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