Carsten Rentzing stellt das Bischofsamt zur Verfügung

Der angekündigte Rücktritt des Bischofs beschäftigt mich – mehr als ich selbst erwartet habe. Warum ist das so? Es sind die Hintergründe, dieses Rücktritts, die mich nicht zur Ruhe kommen lassen:

 

Der Bischof tritt nicht zurück, weil er konservativ ist oder weil er wegen seiner Haltung zur Homosexualität kritisiert wurde. Damit hatten wir – auch als anders positionierte Christinnen und Christen in dieser Landeskirche – zu leben. Das ist Demokratie und Meinungsvielfalt, auch in der Kirche.

 

Der Bischof tritt zurück, weil er Schaden von der Kirche abwenden will. So sagt er es und tatsächlich tut er das mit seinem Rücktritt.

 

Warum hat er seine früheren Positionen nicht nach dem Öffentlich-Werden seiner Verbindungszugehörigkeit und dem Kontakt zur Bibliothek des Konservativismus eingestanden und widerrufen?

 

Dass er entweder nicht die Kraft, den Mut oder aber weiter die alte Überzeugung hatte, macht den Rücktritt jetzt notwendig.

 

Wenn er nicht die Kraft und den Mut hatte, seine früheren Positionen einzugestehen, dann kann ich das verstehen: Frühere Fehler zu einem – sehr späten Zeitpunkt – öffentlich zu machen, ist schmerzhaft und er hätte hier scharfen Gegenwind bekommen. Vielleiht wäre aber auch die Erfahrung möglich gewesen, dass Veränderung und Vergebung und ein gemeinsames Weitergehen möglich ist. Ich hätte mich – trotz deutlichem inhaltlichen Abstand – für einen Bischof eingesetzt, der seinen alten Weg verlassen hat und alte Fehler benennt – um Schaden von seiner Kirche abzuwenden.

 

Wenn der Bischof seine Überzeugungen nicht wesentlich geändert hat – und das legt sich leider für mich nahe, weil er sich in den letzten Wochen einfach nicht erklärt und distanziert hat – dann war er eine Art U-Boot. Er hat so getan, als wäre er Repräsentant einer Kirche, deren Synode und Kirchenleitung sich von rechtsnationalen Positionen deutlich distanzieren und in der viele Menschen arbeiten und leben, die sich für Menschenrechte, für Demokratie und für eine von Liebe geprägte Haltung gegenüber allen Menschen einsetzen. Das trifft und verunsichert mich sehr. Und dass es möglich ist, dass jemand mit dieser Haltung Bischof wird, ist ein Schaden für unsere Kirche.

 

Ich bin denen dankbar, die dieses Versteckspiel aufgedeckt haben und ich bin traurig, dass es nicht der Bischof war, der für Klarheit und Wahrheit gesorgt hat.

 

Ich bin froh, dass die Kirchenleitung und das Kollegium reagieren und dass die jetzige Synode noch einen neuen Bischof oder eine neue Bischöfin wählen wird.

 

Es ist ein schweres Amt, das Bischof Rentzing hinterlässt, weil er es durch sein Verschweigen beschädigt hat.

 

Unsere Kirche wird ihren Weg weiter finden. Wir können als Christinnen und Christen die Wahrheit sagen und nicht verleugnen: Ja, wir brauchen einen Neuanfang. Gott helfe uns dazu.

 

Leipzig, 13.10.2019

 

Dr. Barbara Zeitler.

 

 

 

https://www.tagesschau.de/investigativ/bischof-rentzing-101.html

 

https://www.evlks.de/aktuelles/alle-nachrichten/nachricht/news/detail/News/erklaerung-der-landeskirche/

 

https://eulemagazin.de/das-missverstaendnis/

 

Bitte begleitet alle Debatten, die nun geführt werden müssen, mit Eurem Gebet.

Betet für uns und unsere Arbeit.

Betet für die Menschen, die zu unserer Kirche gehören, aber nun voller Befremden und Misstrauen sind. Betet für die Kirche die wir als „unsere“ bezeichnen, für unser Land - und auch für den Menschen Carsten Rentzing und seine Familie.

 

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Kommentare: 11
  • #1

    Der Pyrrhus-Sieg (Montag, 14 Oktober 2019 12:06)

    Einen Pyrrhus-Sieg haben Sie als Frau Zeitler, Herr Martin und Herr Wolf (gemäß Pressemitteilungen) und manche andere errungen, aber, Herr Dr. C. Rentzing geht, doch, das ewig grüne und sündenfreie Reich unseres dreieinigen Gottes mit dem neuen und ewigen Jerusalem kommt, egal, ob Sie alle dies glauben wollen oder nicht!

    Wir alle wollen eine friedliche und soziale Welt! Wir sind für eine weltweite Abschaffung des Kapitalismus.

    Aus einem Saulus wurde mit der Hilfe unseres HERRN Jesus Christus ein Paulus! – Das ist nun mal, Gott sei Dank, Tatsache.

    Eine sehr enge Verwandte von uns wurde von den NAZIs grausam ermordet!

    Wir sind eifrige und überzeugte Antifaschisten und unterstützen alle Aktionen zur Bekämpfung von NEO-NAZI- und allen kriminellen Tendenzen jeder Art.

    Sie aber, werte Frau Zeitler und werter Herr Martin, und alle, die sie unterstützen, könnten tatsächlich die wahrhaft Bibelgläubigen und an unseren dreieinigen Gott glaubenden Christen nicht erschüttern und von der biblischen Wahrheit entfernen!

    Ihre Fehlversuche mit Ihren Tiraden auf Herrn Dr. C. Rentzing könnten zu nichts führen, sondern möglicherweise zu einer Spaltung der EKD!

    Mit höflichen Grüßen
    Petra und Oliver Wegemund
    Bundesrepublik Deutschland

  • #2

    Frank Martin (Montag, 14 Oktober 2019 16:57)

    Sehr gehrte Frau und Herr Wegemund,
    es sollte eine gemeinsame Überzeugung aller Christ_innen sein, die sich dem Evangelium verpflichtet fühlen: Nein zu Faschismus und Rassismus. Ich habe die Texte Herrn Rentzings gelesen und kein klares Statement gehört, dass er sich davon distanziert - im Unterschied zu Paulus. Ich nehme an, dass Sie die Texte des Paulus dazu kennen.
    Kennen Sie auch die Texte, die Herr Rentzing geschrieben hat?
    Vielleicht würden Sie die Sache dann auch anders beurteilen. Angedeutete Auschwitz-Relativierung sollte für uns alle weit hinter jeder roten Linie sein.

    Und jetzt bitte ich Sie, sich vor Gott und Ihrem Gewissen zu prüfen - haben Sie sich in Ihrem Text zu Richterin und Richter über etwas gemacht, was Sie nur ungenügend wissen? Dann bitten Sie Gott um Vergebung. Ich vergebe Ihnen von Herzen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Frank Martin

  • #3

    A.Rau (Dienstag, 15 Oktober 2019 12:40)

    Sehr geehrter Herr Martin,
    Herr Rentzing hat Dinge geschrieben, über die man streiten kann und wohl auch streiten muss. Aber er hat seinen Namen darunter gesetzt. Jeder kann wissen, wer das geschrieben hat. Ich kenne linke Theologen, die sind zu feige dazu. Die schreiben zwar wild in der Gegend herum, verstecken sich aber hinter Decknamen. Anschließend gebärden sie sich dann als Hüter der Moral. Es tut mir leid, ich kann weder diese Leute noch ihre scheinheiligen Anliegen respektieren.
    Mit freundlichen Grüßen
    Andreas Rau (der letzte lutherische Laie!)

  • #4

    Dr. M. Jacob (Dienstag, 15 Oktober 2019 13:15)

    Markneukirchen, 11.10.2019
    Offener Brief an die Landessynode der Ev.-luth. Landeskirche Sachsen

    Sehr geehrte Landessynodale der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsen,

    mit großem Erschrecken und Bedauern nehmen wir zur Kenntnis, dass Landesbischof Dr. Carsten Rentzing aufgrund der von einer Gruppe Leipziger Pfarrer initiierten öffentlichen Rufmordkampagne zurücktreten wird.
    Was wird ihm vorgeworfen?
    1. Herr Dr. Rentzing war und ist vermutlich noch Mitglied einer studentischen Verbindung.
    2. Herr Dr. Rentzing hat im Jahr 2013 einen Vortrag in der „Bibliothek des Konservativismus“, einer von der Zeitschrift Junge Freiheit unterstützten Bibliothek in Berlin, gehalten.
    Doch was an diesen als kritikwürdig eingestuften Verfehlungen ist tatsächlich nicht mit dem Amt eines Bischofs vereinbar? Es geht den Verfassern der Petition nicht um eine inhaltliche Auseinandersetzung mit eventuellen konservativen Positionen dieser studentischen Verbindung selbst, geschweige denn kritisiert man konkrete Äußerungen in einer vor sechs Jahren gehaltenen Rede.
    Sind wir wirklich so weit gekommen, dass es in unserer gesellschaftlichen und innerkirchlichen Diskussionskultur nicht mehr auf das ankommt, was gesagt oder vertreten wird, sondern darauf, wo man vermeintlich steht und welcher Personengruppe man mutmaßlich zuzurechnen ist?
    Im Dritten Reich wurden Mitglieder der Bekennenden Kirche sowie ihr nahestehende Personen ebenso pauschal angegriffen, ohne dass man sich die Mühe gemacht hat, eine inhaltliche Diskussion zu führen.
    Von daher steht die Art und Weise, wie man seitens der Petitionsverfasser den Landesbischof öffentlich und diffamierend angreift, doch wohl eher nicht in der von den Petitionsinitiatoren postulierten Tradition der Bekennenden Kirche.
    Doch selbst wenn eine Verfehlung vorliegen sollte, ist die Art und Weise des Handelns nach Matthäus 18,15ff. zutiefst unbiblisch. Anstatt das persönliche Gespräch zu suchen und den Bruder auf einen Fehler hinzuweisen, hat man unmittelbar den Weg der breiten Öffentlichkeit gewählt und scheinbar sogar
    ein Gesprächsangebot ausgeschlagen.
    Dieses Handeln hilft vielleicht, die Sächsische Landeskirche wieder vollumfänglich in den Einheitskanon der EKD zurückzuführen, sie unterbindet aber nicht die Tatsache, dass in der Evangelischen Landeskirche auch bewahrende und traditionsbewusste Meinungen vorhanden sind, die ebenfalls ihre Berechtigung
    haben.
    Die Einheit der Christen innerhalb der Sächsischen Landeskirche wurde und wird nicht durch die Person Carsten Rentzing gespalten, dafür ist er um der Einheit willen in großem Maße auf Kritiker zugegangen und hat auch Positionen vertreten, die vermutlich nicht immer seinen Grundsätzen entsprachen.
    Die Einheit der Christen in Sachsen wird vielmehr durch eine solche bedauernswerte Hetzkampagne zerstört, die dem von der Mehrheit der Synodalen gewählten Bischof die Repräsentanz der Landeskirche abspricht. Wenn er schon nicht für die Christinnen und Christen der Petitionsunterzeichner spricht
    (so der letzte Satz der Petition), so können wir versichern: Für viele andere in der Sächsischen Landeskirche hat er gesprochen und die Einheit der Christen in Sachsen erhalten.
    Unabhängig von der abschließenden Entscheidung des Landesbischofs bitten wir die Landessynode der Evangelischen Kirche in Sachsen, dem Bischof ihr Vertrauen auszusprechen und sich inhaltlich kritisch mit der Vorgehensweise der Leipziger Petitonsinitiatoren auseinanderzusetzen.
    In Hochachtung
    Dr. Marcus Jacob als Erstunterzeichner
    Markneukirchen

  • #5

    Dr. b (Dienstag, 15 Oktober 2019 14:18)

    Sehr geehrter Herr Martin,
    Nun haben Sie endlich erreicht, was schon seit der knappen, aber demokratischen Bischofswahl Ihr Ziel gewesen sein dürfte (wenn ich mich an die Reaktionen auf die Bischofswahl damals erinnere). Wie ich im SONNTAG lesen konnte, gelang es Ihnen, wie es auch im staatsbürgerlichen Diskurs zunehmend Usus wird, konservativ mit rechts und rechts mit rechtextrem und letzteres wiederum mit Faschismus (welch historischer Unsinn!, die Faschisten waren Linke!) in Zusammenhang bringen, was den demokratisch gewählten Bischof derart diskreditierte, daß er sich zum Rücktritt genötigt sah, um Schaden von der Kirche durch derartigen Rufmord abzuwenden. Es ist schon eine Leistung, eine Zeitung von vor 30 Jahren mit einer Auflage von 100 Stück hervorzukramen - das setzt eine intensive Suche voraus, mit der Intention, doch endlich zu finden, was den unliebsamen Bischof stürzt.
    Hat Herr Dr. Rentzing eine Starftat begangen?
    Hat Herr Dr. Rentzing zu einer Straftat aufgerufen?
    Hat Herr Dr. Rentzing, wie unlängst am Tempelberg geschehen, seinen christlichen Glauben verleugnet?
    Ich bin sehr enttäuscht von Ihnen und Ihren Mitstreitern und wollte Ihnen dies offen und ehrlich mitteilen. Ich kann es nicht fassen, daß Sie so etwas als gottesfürchtiges oder gar verbindendes Verhalten ansehen. Möge der HERR sich seiner Kirche erbarmen, falls ER sie noch als SEINE Kirche ansieht.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Britta Fordran

  • #6

    Anne Veit (Dienstag, 15 Oktober 2019 14:26)

    Ho – immer langsam:

    Es war eine Entscheidung des Bischofs, sein Amt zur Verfügung zu stellen!
    Zu diesem Schritt hat ihn niemand gezwungen.
    Gebeten wurde er darum, Fragen zu beantworten bezüglich der Vereinbarkeit von exklusiven Männerschwüren mit dem Glauben an Christus, Position zu beziehen zu seinen Texten in rechtsnationalen Blättern, Klarheit zu schaffen bezüglich seiner möglichen Nähe zur Neuen Rechten.

    Es kann also keinesfalls die Rede davon sein, dass er das Opfer einer Rufmordkampagne geworden wäre oder aus dem Amt geworfen - er ist offenbar nicht in der Lage oder nicht willens, die berechtigten Fragen seine Vergangenheit und Gegenwart betreffend zu beantworten und sein Verhältnis zu rechtsnationalen Positionen zu erläutern.
    Er ist es, der es vorzieht, zu gehen, statt hier Klarheit zu schaffen und er begründet dies nicht. Dass solche Fragen an ihn gerichtet werden dürfen und müssen, geht mit seinem öffentlichen Amt nun mal einher.

    Statt zu erklären, wie seine Interview-Äußerung „Mein ganzes Leben lang ist mir nationalistisches, antidemokratisches und extremistisches Denken immer fremd geblieben“ in Einklang zu bringen sein könnte mit seinen elitären, nationalistischen und demokratiefeindlichen Texten, tritt er zurück.

    Meine Güte! Habt ihr in die Texte mal reingelesen? Das ist völlig indiskutabel! Es geht nicht um die Frage von Rechts oder Links, es geht darum, ob Kirche Menschen- und Demokratiefeindlichkeit klar und deutlich und unmissverständlich in jeder Hinsicht ablehnt, oder ob sie diesbezüglich Grauzonen zulassen will.
    Ich will nicht! Und Gottseidank viele andere auch nicht.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Anne Veit

  • #7

    Frank Martin (Dienstag, 15 Oktober 2019 15:02)

    Sehr geehrter Herr Dr. Jacob,
    wie Martin Luther analog und offline haben wir auf einen Misstand öffentlich aufmerksam gemacht. Warum kommen Sie erst jetzt und haben sich nicht eher in den Diskurs eingebracht?
    Kennen Sie die Texte, die Dr. Rentzing geschrieben und von denen er sich bisher nie distanziert hat? Solidarisieren Sie sich mit diesen Texten? So scheint es, denn sonst würden Sie die Entscheidung vom Dr. Rentzing respektieren.
    Ich stehe Ihnen gern für den Diskurs zur Verfügung.
    Frank Martin

  • #8

    Diana von Eynern (Mittwoch, 16 Oktober 2019 06:42)

    Ich bin betroffen von der Entscheidung des Landesbischofs und erinnere die persönliche Begegnung mit ihm heute vor einer Woche bei der Mahnwache an der Dresdner Synagoge anlässlich des antisemitischen Terroranschlags in Halle.
    Unklarheiten, offene Fragen bleiben zu seiner Entscheidung, zwei Tage später seinen Rücktritt bekannt zugeben, aber die Entscheidung ist zu respektieren und genauso seine Bitte, aufeinander zu zugehen. Das bedeutet für mich, die Kraft nicht für gegenseitige Vorwürfe zu seinem Rücktritt und den teilweise ungeklärten Gründen zu verwenden, sondern für den offenen Diskurs in gegenseitigem Respekt und in der Hoffnung bzw. dem Glauben, daß nicht wir diese Kirche begründen, sondern sie in Jesus Christus ihren tiefen Grund hat.

  • #9

    Brief an Frau Diana von Eynern (Mittwoch, 16 Oktober 2019 09:26)

    Sehr geehrte Frau Diana von Eynern,

    Ihren Hinweis zu einem offenen Diskurs möchten wir gern zum Anlass nehmen, Ihnen hier auf dieser Plattform unsere Meinung dazu schreiben.

    Der Sprachgebrauch „offener Diskurs“ wird heutzutage gern benutzt, richtigerweise um Meinungen argumentativ auszutauschen, aber eben nur auszutauschen ohne eine gemeinsame Festlegung erzielen zu müssen.

    Das Problem der „Schriften“ von Dr. C. Rentzing, dass Herr Frank Martin unter Nennung seines Namens an Tageszeitungen wie die Sächs. Zeitung und die Dresdner Neuesten Nachrichten berichteten oder aufmerksam gemachten, hat mit einem offenen Diskurs nichts zu tun.

    Wir stören uns daran, dass wir zuerst am letzten Sonntag frühzeitig im MSN-Internet-Browser und am darauffolgenden Montag in den vorgenannten Tageszeitungen von den „Hinweisen“ des Herrn Frank Martin gelesen haben über die „Schriften“ von Dr. C. Rentzing. Wir kennen diese Schriften nicht, niemand gab auch in den Tageszeitungen einen Verlag an, wo wir diese Schriften beziehen können. Solche Praktiken lehnen wir ab. Wir hätten diese Schriften gern selbst gelesen. Wir sind sehr für Offenheit, aber dann bitte auch klar und umfassend!

    Auch meinen wir, dass wir es nützlicher und besser gefunden hätten, dass nun dieser Meinungsaustausch über die „Schriften“ von Dr. C. Rentzing, die letztlich wohl der Auslöser für den Rücktritt Dr. C. Rentzings war, nicht jetzt nach der Rücktrittsankündigung geführt wird, sondern über diese „Schriften“ von Dr. C. Rentzing hätte mindestens vor der Einschaltung der öffentlichen Medien erfolgen müssen, vor allem zuerst in den sächsischen Kirchgemeinden selbst! Denn, die Tageszeitungen lesen viele Menschen, auch Nichtchristen, Menschen aus anderen Glaubensgemeinschaften, Atheisten und auch solche, die Gott und Kirche ablehnen. Insofern waren diese Beiträge in den Tageszeitungen und im Internet über die „Schriften“ von Dr. C. Rentzing unserer Meinung nach gar kein Beitrag zur Ausbreitung des Evangeliums von unserem Herrn Jesus Christus. Und, um Ihre Meinung nach einem offenen Diskurs aufzugreifen und zu unterstützen, hätten wir es ausgezeichnet gefunden, wenn diese Problematik der „Schriften“ von Dr. C. Rentzing, verbunden mit Rücktrittsforderungen von Petitionsteilnehmern, zuerst auf der Basis von Gemeindebriefen in allen ev. Kirchgemeinden besprochen worden wären, als gleich und sofort - so haben wir es leider erlebt und empfunden - mittels öffentlichen Medien an die Öffentlichkeit zu gehen. Auch wir haben aus „hin und her“-Gesprächen zu diesem Thema von der Existenz dieser Plattform „Forum für Gemeinschaft und Theologie“ erfahren. Warum? Weil auch darüber in unseren ev. Kirchgemeinden zu wenig oder nichts bekannt ist. – Und jetzt diese riesengroßen Artikel über „Schriften“ von Dr. C. Rentzing in den Tageszeitungen! Sehr geehrte Frau von Eynern, dass begreifen wir nicht mehr. „Das Kind ist in den Brunnen gefallen“, wer holt es wieder heraus? Ein vollzogener Rücktritt unseres Landesbischofs, Dr. C. Rentzing, ist dazu der falsche Weg!

    Daraus ergibt sich für uns die Forderung: offener Diskurs? Ja, aber in jedem Fall bevor etwas Wertvolles in den Brunnen fällt!

    Petra und Oliver Wegemund


  • #10

    Frank Martin (Mittwoch, 16 Oktober 2019 09:56)

    Werte Familie Wegemund,
    Sie können die Texte von Herrn Rentzing in der DND Frankfurt einsehen - die Zeitung erschien unter dem Titel "Fragmente".
    Den Rest Ihrer Äußerungen lasse ich umkommentiert.
    F.M.

  • #11

    Frank Martin (Mittwoch, 16 Oktober 2019)

    In der DNB natürlich - der Deutschen Nationalbibliothek.